Narrensprüche
Hier eine Auswahl von Meßkircher Narrensprüchen:
Hoorig, hoorig, hoorig isch dia Katz',
und wenn dia Katz' it hoorig isch,
dann fängt sie keine Mäuse nicht!
Hoorig, hoorig, hoorig isch dia Katz'.
Hujesau, Schellesau, luschtig isch die Fasenacht,
wenn mei Mutter Küechle bacht.
Wenn se aber koine bacht, no scheiß' i auf die Fasenacht.
Kätter, Pflätter, Henneboi,
treit de Dreck im Hemed hoim,
treit en bis ge Thale,
z'Thale lod sen mahle,
treit en bis ge Buche,
z'Buche lod sen suche,
treit en bis ge Stocke,
z'Stocke lod sen hocke,
treit en bis an Herretisch
und lod en Furtz, dass s'Licht auslischt!
Lirum, larum, Lädele.
S'Kätzle hot a Wädele,
hot a Löchle oba druff,
Narre stoßet d'Nase druff!
I de Kreutzerstroß am Eck,
do wohnt de Schönebeck.
Der streckt sein Arsch zum Fenster raus,
me moint des sei en Weck.
Es isch koin Weck, es isch koin Weck,
es isch de Arsch vom Schönebeck!
No kommt a Mädle g'laufe
und will des Weckle kaufe,
no sait de Schönebeck
mein Arsch des isch koin Weck.
Es isch koin Weck,
es isch koin Weck,
es isch de Arsch vom Schönebeck!
Die Gutsele vom Ahr
schmecket wunderbar,
die Gutsele vom Brecht
sind au it schlecht!
Oi, oi, oi, was han i dau,
morga muß i Vatter schtau.
Woiß noit, duet me Hose na,
oder schtoht me neckig na.
Alle Kätzle sind no blind,
wenn se erscht acht Tag alt sind,
wenn die Kätzle älter sind,
no sind die Kätzle nimme blind!
Alle Mensche muesset sterbe,
blos de Metzger Maier it.
Gott hot ihm die Kraft gegebe,
dass er Küh' und Kälber sticht.
Hirlinghansel hoscht am Häs griene und rote Plätzle!
Hansele, wo goscht denn na, suechscht e Fasnetschätzle?
Schmusele kaasch jo ganz guet in de griene Haube,
Mädle, was er sage duet, muescht it alles glaube!
Glaub it alles wan er sait, wenn er no so schmachtet,
wer e Narrekappe trait, hot it d'Wohret pachtet!
Hirlinghansel hoscht am Häs griene und rote Plätzle!
Hansele, gell heit hoschs räs mit me Fasnetschätzle!
Borschtig, borschtig, borschtig isch die Sau,
und wenn die Sau it borschtig isch, dann gibt sie keine Leberwürscht!
Fledermaus, Fledermaus, gell die treibt etzt d'Fasnet naus!
Schnurrscht in deinem alten Häs, scho seit lange Johre.
Wen du siehscht, den duescht du glei schtraehle und vuhoore.
Und die Lehrer vo de Schuele duescht ganz jämmerlich veschtruele.
Im Krieseloch, i de Unterstadt und in Sitzehause,
in Schnerkinge duss und im Grabe hinte, dont die Katze mause
und d'Hansele die schnurred fescht und schlahnet mit de Pritsche
und wenn de was närrischs botzged hoscht, no dont se de vewitsche.
Hansele, du Lump, hettest g'wisst, dass d'Fasnet kummt,
hettest s'Maul mit Wasser g'riebe, wär dir s'Geld im Beutel bliebe,
Hansele, du Lump!
Hänsele, du Lumpehund, woißt it, wenn die Fasnet kommt,
Hetscht dei Maul mit Wasser g'riebe, wär d'rs Geld im Beutel bliebe,
Hauet de Katz' de Schwanz ab,
hauet en aber it ganz ab,
londere no en Stumpe stau,
dass se ka uff d'Fasnet gau!
Kreutzerbrot und Weckle ka me hau beim Beckle.